DER WECK IST DAS ZIEL

„Reiseberichte für völlig Weckgetretene“

mit Hans-Jürgen Lenhart & Jürgen Weiß

Reiseberichte titelt man gerne z. B. „Der Weg ist das Ziel.“ Dabei ist doch das Wichtigste beim Reisen, dass man unterwegs immer was zu futtern hat. Bei Hans-Jürgen Lenhart heißt es deshalb: „Der Weck ist das Ziel“. Lenhart ist eben ein Querdenker und - die Mensch gewordene Umsetzung des Seemannsgarns. Der Mode-Hit der Reiseliteratur, der Jakobsweg, bekommt hier genauso sein Fett weg wie der Mode-Star der Reisetagebücher: Johann Wolfgang von Goethe. Lenhart begegnet ihm überall und fühlt sich langsam verfolgt. Lenharts Geschichten liegen zwischen Dichtung und Wahrheit und seine vielen Bilder sind eine Art optische Illusionen als Pendant zu den literarischen Illusionen.

Reisen soll ja bilden. So lernt man bei Lenhart, dass die Glatze typischer für Iren ist als die roten Haare. Man erfährt die Geschichte des meistgehörten englischen Satzes: „Mind the Gap!“ aus der Londoner U-Bahn wie auch die zehn Gebote des Reisens, ohne die man erst gar nicht losfahren sollte. Außerdem verrät Lenhart, wer den Grand Canyon zuerst ausgehoben hat. Und natürlich fehlt auch das Wichtigste bei der Ankunft in einem fremden Land nicht: Die Toilette – in all ihren weltweiten Variationen.

Lenharts Weckgefährte  Jürgen Weiß wird als Dialogpartner und Musikant eingeweckselt und sorgt dafür, dass die vielen gezeigten, aufgeweckten Bilder nicht der Weckwerfgesellschaft anheimfallen. Man dürfte sich also nicht wundern, wenn er noch als Weck- und Brezelmann daher käme. 

"Kabarett vom Feinsten: Lenhart und Weiß sind zwei Querdenker mit viel trockenem Humor.
Ihre Geschichten liegen zwischen Dichtung und Wahrheit." (Hanauer Anzeiger, April 2015)