Hans-Jürgen Lenhart

 & Jürgen Weiß

DER SATZ IM SILBENSEE

 Eine Mischung aus Sprachspiel und hintersinnigem Nonsens.  

Jede Menge Überraschungen zwischen zwischen Dada und Gaga.

Video-Link: "Hörsturz"

Lenhart betreibt ein Spiel mit der Sprache, mit der Logik und mit Fundstücken des sprachlichen Alltags, seien es Anglizismen oder Neologismen, Wohnungsanzeigen oder Kontaktanzeigen. In seine Texte baut er viele Utensilien mit ein und springt auch mit seiner musikalischen Unterstützung, dem Perkussionisten Jürgen Weiß, in die Lautpoesie über. Mit einem Wort, eine unterhaltsame, zuweilen hintersinnige und teilweise schrille Performance zwischen Sprache, Humor und Experiment.

Sieger des Hessischen Poetry Slams 1999.

Panischer Poet

Die Presse meint dazu:

"Der Satz im Silbensee"

...war der Auftritt von Hans-Jürgen Lenhart purer Genuss. Wenn der Sprachpoet auf der Bühne steht,
zerfließen die Grenzen zwischen Sprachpoesie, Wortakrobatik, Kabarett, Sprachexperiment und Sprachkunst zu einem unterhaltsamen Vortrag mit Hintersinn.
FRANKFURTER RUNDSCHAU

"Wenn Lenhart Worte aus dem Zusammenhang reißt, geht tatsächlich eine Manuskriptseite in Fetzen
...nichts ist hier schwer verdaulich..."
HILDESHEIMER ALLGEMEINE ZEITUNG
 

Hans-Jürgen Lenhart bewies, dass Sprache nicht trocken sein muss, dass Wörter ein ganzes Orchester ersetzen und eine Vielfalt unterschiedlicher Melodien und „Musikrichtungen" hervorzaubern können. Ein zentrales Mittel: Das Wortspiel. Eine zweite Methode: Das wörtlich Nehmen von Ausdrücken und Formulierungen. Da „speist" Lenhart die Zuschauer tatsächlich „mit Wörtern ab", dreht im wahrsten Sinn des Wortes allen „die Worte im Mund herum", und macht so deutlich, dass längst eingeschliffene Redewendungen einen ganz handfesten, ganz unmittelbaren Sinn enthalten.
Die Spannbreite seiner Ausdrucksmöglichkeiten war riesig, sie reichte von der gestisch-mimischen Ausgestaltung der „Bla-Bla-Rede" eines Politikers über die Computer-Parodie mit „zehnmal mehr RAM und zehnmal mehr ROM", das lautmalerische Räuspern, die sprachspielerische Glanznummer des „Ziergang Spatz" bis hin zur durchaus tiefgründigen Entlarvung eines „Großkotz". Erkennbar blieb stets auch das schauspielerische Potential des Autors, beispielsweise als er die Requisite des „Klammersacks" dazu nutzte, von der Prinzessin zu erzählen, die „den Prinzen sucht, der sich nicht gleich nach dem ersten Kuss in einen Frosch verwandelt."
Besonders wichtig für die Wirkung des Programms aber war und blieb die Variationsfähigkeit von Lenharts wichtigstem „Musikinstrument", seiner Stimme. Schönstes Beispiel dafür: Der Text, der dem Programm den Namen gegeben hat –„Hörsturz". In einem wahren Feuerwerk der Interpretation zeichnete der Künstler hier nach, wie sich ein Hörschaden verschlimmert, wie nach und nach immer mehr Buchstaben verloren gehen und am Ende ein unverständliches Kauderwelsch übrig bleibt.
Am Ende folgten die 100 Zuhörer nicht nur den Aufforderungen, rasenden Beifall zu spenden und begeistert mit den Füßen zu trampeln, sie kamen auch Lenharts letzter Aufforderung folgsam nach: „Man verlässt unauffällig den Raum, aber bitte in alphabetischer Reihenfolge, die sie bitte untereinander ausmachen wollen!" Ein letzter Blick auf den schweißüberströmten Autor bewies schließlich nach anderthalb Stunden, dass Karl Valentin recht hatte, als er formulierte: „Kunst macht Spaß, sie macht aber auch viel Arbeit!"
Dr. Heinz Linduschka, Odenwälder Zeitung 5.9.1998

„Schreiend macht er einen Satz nach vorn, lässt sich erschöpft auf den Boden fallen, steckt sich Tischtennisbälle in den Mund und Wäscheklammern in die Haare, eine Mischung aus Rhythmusexperiment, Dada und Kabarett.“

Offenbach Post 05.05.2007

 "Lenhart ist ein Sprachakrobat für literarische Querdenker und spürbar von Musik beeinflusst. Seine panisch-poetische Performance ist eine Mischung aus hintersinnigem Nonsens und vokal-artistischem Sprachexperiment, gnadenlos witziger Wortmagie und Texten voll kritischer Besinnlichkeit – ein sprachspielerisches Kabarett auf höchstem Niveau.“

Frankfurter Neue Presse Online 15.03.2007